Von der Backstube zum Holzofen
Zweimal in der Woche, am Donnerstag und Freitag ist Backtag bei uns. Dann brennt schon um 01:30 Uhr Licht in der kleinen Backstube und meine Frau bereitet den Teig vor.
Die ZutatenWir bauen den Roggen und den Weizen selber an und die Schmidtmühle in Bayreuth mahlt uns daraus das Mehl.
Vom Sauerteig des letzten Backtages hebt meine Frau ein Stückchen auf und durchsäuert damit den Teig. In gewisser Weise entstehen so immer neue "Generationen" unseres Brotes.
Wir legen großen Wert auf unsere Zutaten und verwenden keinerlei chemische Zusätze. Außer dem Sauerteig benutzen wir nur Kümmel, Fenchel, Anis, und im Winter etwas Hefe. Die schwere Arbeit des Knetens übernimmt heutzutage zum Glück die Knetmaschine.Wenn der Teig in die Körbchen gefüllt und zum Gehen beiseite gestellt wird, muß der Backofen schon vorbereitet sein.
Der Holzbackofen
Der Ofen wird von mir mit Nadelholz gefüllt und zwei Stunden vorgeheizt. Wenn ich die Glut herausnehme, haben die Steine des Backofens genügend Hitze für die Backzeit gespeichert. Der Ofen wird mit einem langen Besen aus Kiefernzweigen gereinigt (andere Zweige würden sofort Feuer fangen) und feucht herausgewischt.
Dann geht es auch schon an das sogenannte "Einschießen" der Brote. Jetzt muß alles schnell gehen und jeder Handgriff sitzen. Die Brote werden noch kurz mit Wasser bestrichen und in den Ofen geschoben. Bevor ich den Ofen verschliesse, türme ich an der Öffnung noch einen kleinen Wall aus Glut auf um ein vorschnelles Auskühlen zu verhindern.
Nach eineinhalb Stunden verbreitet sich um den Backofen der Duft frischen Brotes und die Laibe können herausgenommen werden. Danach kann für den zweiten Backgang eingeheizt werden. In diesen zwei Gängen backen wir so ca. 80 Laibe.
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